Alles über Frettchen, Schnupperbesuche und vieles mehr
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Auch kleine Raubtiere werden mal krank

Krankheiten
bei Frettchen sind noch sehr unerforscht. Oftmals muss leider auch ein
Ausschlussverfahren angewendet werden, um eine Behandlungsmöglichkeit zu finden.
Hier sind ein Teil der Krankheiten aufgeführt, die doch recht häufig vorkommen.

 

Frettchen sind hart im Nehmen – was heißt das für Dich?

Genau!
Erhöhte Aufmerksamkeit, denn wenn Mensch etwas merkt, ist es schon höchste Zeit
– und manchmal leider auch schon zu spät - etwas zu unternehmen.

 

Dagegen hilft nur, sein Tier genau zu kennen und es genau anzusehen:

   
Sind die Augen klar? Ist das Frettchen aufmerksam?    
Glänzt das Fell und ist es gepflegt?     
Mäulchen auf und Zähne prüfen!   
Ohren ein wenig „aufziehen“ und kontrollieren!

Regelmäßig wiegen und eine Liste erstellen, die dann auch bei Tierarztbesuchen mitgenommen wird. (Im Winter wiegen Frettchen übrigens mehr als im Sommer.)     
Sind die Krallen in Ordnung und nicht zu lang?

Wie sieht der Kot aus?

     
Verhält sich das Frettchen normal? Ist es ungewöhnlich unruhig oder sehr matt?

und nicht zuletzt: beim Streicheln überall entlangfahren mit den Fingern und auf Knubbel achten.

Klingt erst mal, als wäre es sehr aufwändig. Aber Du kannst die meisten Kontrollen
nebenbei machen kann, beim Streicheln, beim Spielen oder auch beim Klöchen
putzen.

Für Frettchen gilt ganz besonders: Lieber einmal zu viel zum Tierarzt als einmal
zu wenig !

 

Womit wir schon beim nächsten Thema sind, die Wahl des Tierarztes

 

Das gestaltet sich leider etwas schwierig, denn Frettchen hat zwar fast jeder
Tierarzt als Patienten, aber darum noch lange kein Wissen oder Erfahrungen.
Leider gehören Frettchen nicht zum normalen Studienprogramm der Tierärzte,
darum sollte ein guter Frettchen-Tierarzt  sich weiterbilden und im Idealfall schon länger Frettchen zu seinem „Kundenkreis“ zählen. Gute und frettchenerfahrene Tierärzte in Eurer Nähe findet Ihr hier unter dem Menüpunkt -die Landkarte,alles auf einen Blick-.
Zumindest sollte der Tierarzt die Bereitschaft besitzen, sich mit einem
frettchenerfahrenen Tierarzt in Verbindung zu setzen, sollte es nötig sein.

 

Es lohnt sich, längere Strecken in Kauf zu nehmen, denn Frettchen können nicht
behandelt werden wie Hunde, Katzen oder Nager. Du ersparst dem Tier falsche
Behandlung, häufige Tierarztgänge und Stress. Dafür steigen die Heilungschancen
und die Behandlungskosten sinken, wenn Du Dich gleich in die Hände eines
frettchenerfahrenen Tierarztes begibst. Das geht schneller und besser. Finden kann
man solche Tierärzte leicht in entsprechenden Internet-Foren oder bei uns:

www.frettchenhilfeohnegrenzen.de

 

 

Oft unterschätzt:

Zahnstein

 

Es entsteht ein gelber bis brauner Rand am Zahnhals = Zahnstein hat unser Tier
befallen. Er entsteht durch die Ablagerungen von Futterresten, was durch
fehlenden Abrieb begünstigt werden kann, z. B. durch reine Trocken- und
Nassfütterung. Häufig geht eine Zahnfleischentzündung mit einher und durch die
Schmerzen haben unsere Frettchen keine Lust mehr, viel zu fressen. Wenn die
Zähne noch schlechter werden, kann es zu freiliegenden Zahnwurzeln, auseinander
brechenden Zähnen und schweren Entzündungen kommen. Unter Umständen verweigert das Frettchen komplett das Futter.

Vorbeugen kann man recht einfach: viel frisches Fleisch mit Haut und Knochen,
Trockenfleisch und Leckereien, auf denen ein Frettchen richtig rum kauen muss.
Entgegen häufiger Annahme hilft Trockenfutter dagegen nicht. Die
Futterbröckchen berühren beim Kauen nur die Zahnoberseite, nicht den ganzen
Zahn, geschweige denn den Zahnhals. Außerdem enthält der Getreideanteil Stärke,
also Zucker, die am Zahn kleben bleibt. Aber manchmal reicht „Zähneputzen“ dann
doch nicht… also ab zum Tierarzt. Praktischer Weise ist der ja auch gleich
Zahnarzt für deine Lieblinge. Dort wird das Frettchen dann unter einer leichten
Narkose behandelt. Wie beim Menschen werden die Zähne mittels Ultraschall
gereinigt. Nebenbei wird das Gebiss kontrolliert und wackelige oder beschädigte
Zähne extrahiert.

 

 

Oft überschätzt:

Fettschwanz

 

„Oh je , mein Frettchen verliert das Fell am Schwanz!“ Das macht gar nichts, bei manchen Frettchen ist das so und es stört oder beeinträchtigt sie nicht im Geringsten.
Der Schwanz verliert das Fell teilweise oder auch ganz im Frühjahr/Sommer und es
wächst in der kalten Jahreszeit wieder nach. Bei manchen der liebenswerten
Vierbeiner hält es eine Saison an und ist danach wieder verschwunden. Den Grund
für den Fettschwanz hat bislang niemand herausgefunden, obwohl viele
Vermutungen in Umlauf sind. Und genauso viele Hausmittelchen sind in Umlauf,
die dagegen helfen sollen. Sie wirken selten und stressen Dosenöffner und
Frettchen unnötig durch Wickel, Salben, Verbände und Bäder.

Ästhetisch nicht schön, aber man kann darauf hoffen, dass der Schwanz sich in der nächsten Saison wieder prachtvoll zur Schau stellt.

 

 

Kommt öfter mal vor:

Erkältung

 

Wenn das Näschen läuft, Husten, leises Röcheln, Niesen und tränende Augen Dich
beunruhigen, dann ist es dasselbe wie bei Menschen: eine Erkältung. Klar, das
muss beobachtet werden, aber noch ist nicht die höchste Alarmstufe angesagt.
Beim Tierarzt solltest Du darauf achten, dass nicht gleich „Hammermedikamente“
eingesetzt werden. Es gibt viele Mittel, die auf homöopathischer Basis wirken
und ausreichen. Wirksam ist zum Beispiel stark verdünnter Kamillentee. Den
mögen die Wusels gern und er greift nicht so belastend in den Körperhaushalt
ein wie z. B. Antibiotika.

Ein Tipp zum Inhalieren: Frettchen in die geschlossene Transportbox, eine Schale
mit heißem Kamillentee davor und ein Handtuch über das Ganze. Aber Achtung: das
Frettchen ist danach verschwitzt, muss abgetrocknet werden und darf auf keinen
Fall Zug bekommen. Und ganz wichtig: KEINE ätherischen Öle oder Substanzen
verwenden!

 

 

Nicht häufig, aber bedenklich:

Grippe

 

Die Symptome sind ähnlich wie bei der Erkältung, jedoch kommt noch zusätzlich
Fieber, Durchfall, Appetitlosigkeit und Teilnahmslosigkeit (Lethargie) hinzu.
Frettchen können sich beim Menschen anstecken. Wenn Du also krank bist,
solltest Du so wenig Kontakt wie möglich mit den Frettchen haben – so schwer
Dir das auch fällt. Du solltest mit dem Frettchen so schnell wie möglich einen
Tierarzt aufzusuchen, damit dieser die geeigneten Medikamente verabreichen
kann, bevor es zu einer Verschlimmerung kommt, wie z. B. Lungenentzündung,
Schädigung des Herzens, etc. Wichtig ist, dass das Frettchen ausreichend
Flüssigkeit und Nahrung zu sich nimmt, zur Not muss man sie zwangsernähren mit
Hilfe einer Spritze (ohne Nadel).

 

 

Hier braucht es eine rasche Entscheidung:

Durchfall

 

Nicht jeder Durchfall muss eine Krankheit bedeuten. Aber wenn doch, ist schnelles
Handeln von Nöten! Wenn Du Durchfall bemerkst, solltest Du Dich zunächst
fragen, was es zu Fressen und ob es besondere Aufregung gab. Die Nahrung hat
Einfluss auf den Kot, er kann weich werden oder seltsame Farben annehmen.
Dosenfutter macht den Kot weich, durch Küken kann er grünlich werden. Bei
Stress, wie z. B. einem `Neuzugang´ oder Umzug (da reicht auch manchmal der
Umbau des Geheges) ist Durchfall normal und rein situationsbedingt. In beiden
Fällen gibt es viele Varianten und es hilft nur, wenn Du Deine Frettchen gut
kennst, um zu entscheiden, ob der Durchfall oder die Färbung bedenklich ist
oder nicht.

Wenn Du diesen situations- oder nahrungsbedingten Durchfall ausschließt, oder der
Durchfall schleimig und/oder wässrig wird, ist rasches Handeln angesagt:
Kotprobe einpacken und ab zum Tierarzt! Durchfall kann viele Ursachen haben und
ist häufig ein Anzeichen für eine schwerwiegende Erkrankung, die rasch zum Tode
führen kann, auch schon alleine durch Austrocknung. Auch hier gilt: der
Dehydrierung ist sofort entgegenzuwirken durch - zur Not auch zwangsweise -
Zufuhr von Flüssigkeit. Bei Durchfällen gilt der Grundsatz: ein Tag kann
schon mal sein, aber spätestens am 2. Tag ab zum Tierarzt!

 

 

 

Schnelles Handeln ist gefragt:

Verstopfung/ Darmverschluss

 

Diese entsteht dadurch, dass Dein Frettchen etwas Falsches gefressen hat: einen
Fremdkörper oder falsche Nahrung (z.B. Schale von Obst oder Gemüse). Selten
auch durch einen Tumor oder Zysten. Da Frettchen eine sehr schnelle Verdauung
haben, müssen sie in der Regel alle 3-4 Stunden ein Häufchen absetzen. Das
verdeutlicht, wie extrem schnell Du in so einem Fall reagieren musst! Es ist
keine Sache, die sich von alleine verbessert! Bei Verdacht auf Darmverschluss
muss SOFORT der Tierarzt aufgesucht werden! Darmverschluss ist tödlich und
schmerzhaft! Abhilfe schafft nur eine sofortige OP. Anzeichen hierfür sind
häufiges `aufs Klo rennen´, aber es kommt nichts oder sehr wenig.
Bauchschmerzen, dicker Bauch und Lethargie (Teilnahmslosigkeit). Der Darmverschluss
kündigt sich durch geringen, dünnen und fadenartigen Kot an. Übrigens ist
Styropor bei den Wusels ein heiß begehrtes Spielzeug – aber kann ganz schnell
einen Darmverschluss hervorrufen.

 

 

Entwurmte Frettchen ?

Würmer /Darmparasiten

 

Häufig liest man, dass Frettchen vor dem Verkauf entwurmt wurden – das hat gar keinen Sinn!

Es gibt keine vorbeugende Wurmkur für Frettchen, also ist keine regelmäßige
Wurmkur nötig und belastet den Körper eines Frettchens unnötig. Frettchen haben
einen sehr kurzen Verdauungstrakt, sodass es Würmern schwer fällt, sich dort
einzunisten. Daher haben Frettchen selten Würmer. Bei einem Befall ist eine
wurmspezifische Kur nötig, da es keine Wurmkur gibt, die alle Arten abdeckt.
Für den Gang zum Tierarzt ist eine Kotprobe notwendig, um einen Befall zu
bestätigen und die Wurmart zu bestimmen. So kann das Frettchen richtig
behandelt werden.

Darmparasiten wie Giardien oder Kokzidien sind ein ganz anderer Fall. Sie treten häufiger auf, sind aber schlechter zu identifizieren. Es ist notwendig, den Kot von
allen Frettchen über mehrere Tage zu sammeln (z.B. in einem ausgespülten
Einmachglas), damit der Tierarzt den Parasiten identifizieren kann. Diese Art
von Parasiten können nicht in jeder Kotprobe nachgewiesen werden, sind jedoch
hochgradig ansteckend. Der Durchfall tritt abwechselnd mit normalem Kot auf,
ist schleimig und schimmert grünlich. Die einzelligen Parasiten nisten sich im
Darm ein und verursachen Verdauungs­probleme wie z.B. schlecht verdautes Futter
(hier ist der Kot ungleichmäßig, Eiweißflocken sind sichtbar, manchmal ist der
Kot quergestreift gefärbt). Unabdingbar ist in solchen Fällen besonders auf die
Sauberkeit zu achten: Klo täglich desinfizieren, Kuschelsachen mindestens alle
2 Tage wechseln, etc. Gut bewährt hat sich die Reinigung mit einem
Dampfreiniger.

 

 

Jetzt wird’s geruchsintensiv…

Analdrüse

 

Sie sitzt direkt über dem After und ist nicht zu ertasten. Dieses Organ ist ein
Mittel für die Frettchen, um zu kommunizieren und zur Verteidigung – wie beim
Stinktier. Es ist per Gesetz verboten, die Analdrüse (außer aus medizinischen
Gründen) zu entfernen. Frettchen schnuppern oft am Hinterteil oder am Kot der
anderen. Dabei stellen sie fest, in welcher Stimmung der andere ist und wie es
mit dem Gesundheitszustand aussieht. Das wird möglich, weil Frettchen bei jedem
Kotabsatz ein wenig Sekret aus der Analdrüse absondern. Dieser Geruch ist für
uns Menschen nicht oder kaum wahrnehmbar. Anders sieht es allerdings aus, wenn
ein Frettchen eine `Stinkbombe´ loslässt! Da hilft nur noch Fenster aufreißen
und ordentlich lüften. Doch das geschieht nur, wenn das Frettchen sehr
aufgeregt ist, große Angst oder Schmerzen hat – oder bei einigen wenigen
Tieren, wenn sie sehr entspannt sind. Wenn diese Duftnoten ohne erkennbare
Gründe oder öfters als Begleiter­scheinungen beim Kot absetzen auftreten, kann
es sein, dass die Analdrüse verstopft oder entzündet ist. In diesem Fall kann
man die erbsengroßen Drüsen über dem After ertasten. In diesem Fall müssen die
Analdrüsen entleert und evtl. auch mit Medikamenten behandelt werden. Das
Entleeren ist für unsere Frettchen leider sehr schmerzhaft. Selten neigen
Frettchen zur Verstopfung der Analdrüsen, sodass diese Organe entleert werden
müssen. In diesem Fall kann man sich das Entleeren auch beim Tierarzt zeigen
lassen, damit häufige Besuche vermieden werden. Es empfiehlt sich, dabei
Einweghandschuhe und Taschentücher zu benutzen – damit das Sekret aufgefangen
wird und die Hände anschließend nicht geruchsintensiv sind.

 

 

Da hüpft’s und juckt’s ….

Flöhe

 

Allein der Gedanke an Flöhe bereitet Unbehagen, trotzdem sollte man sich mit diesem
Thema beschäftigen. Nicht nur Frettchen in Außenhaltung bekommen Flöhe. Auch
bei Spaziergängen, durch andere Haustiere oder durch die eigenen Dosenöffner,
die in der Kleidung Flöhe oder Floheier mit nach Hause bringen, fängt man sich
die ungewollten Mitbewohner ein. Feststellen lässt sich das einfach, indem
entweder Du oder der Tierarzt die Flöhe direkt sehen, oder Floheier im Fell
finden. Leider gibt es kein auf Frettchen abgestimmtes Flohmittel. Das zurzeit
beliebteste Mittel ist das so genannte 
Spot-on, das zwischen die Schulterblätter getropft wird. Es ist für
Hunde und Katzen entwickelt worden, hat eine sehr hohe Konzentration an
Giftstoffen und muss sehr sparsam dosiert werden, um dem Frettchen nicht zu
schaden. Das aufgetropfte Gift gelangt über die Haut in die Blutbahn des
Frettchens, wo es sich im ganzen Körper verteilt und dann über das Blut die
Flöhe vergiftet. Da es sich jedoch über die Blutbahn des Frettchens verteilt,
gelangt das Gift auch in die inneren Organe des Frettchens und muss darüber
abgebaut werden. Man sollte abwägen, ob man auf Sprays oder Pulver
zurückgreift, die auf der Hautoberfläche verbleiben und so die Flöhe abtöten.
Sie sind nicht so schädlich für die Frettchen, man muss aber aufpassen, dass
die Frettchen sie nicht schlecken. Außerdem muss auch ihre Umgebung gut
gereinigt und evtl. entsprechend behandelt werden, da sich der Flohbefall nur
zu ca. 10 % auf den Freddels befindet. Der Rest versteckt sich in
Kuschelsachen, Polstermöbeln, Teppichen, usw.

 

 

Auch nicht angenehm 

Zecken

 

Zecken nehmen genau denselben Weg wie Flöhe. Sollte mal ein Frettchen eine Zecke
haben, reicht die Entfernung der Zecke, da sich diese Parasiten nicht vermehren.
Bei Frettchen, mit denen man spazieren geht, oder die in Außenhaltung leben,
kann man vorbeugende Mittel auf pflanzlicher Basis verwenden, jedoch keine
ätherischen Öle oder Teebaumöl, da diese giftig wirken könnten. Ein größerer
Befall sollte dem Tierarzt vorgestellt werden, da dieser geeignete Mittel hat,
um ihn zu bekämpfen. Die Mittel sind oftmals dieselben wie bei Flöhen. Übrigens
konnte bei Frettchen noch nicht festgestellt werden, dass Zecken Krankheiten
übertragen – im Gegensatz zu uns Menschen.

 

 

Wenn es denn mal kribbelt 

Milben

 

Zu Anfang ist es nur das häufige Kratzen, aber mit der Zeit siehst du
Veränderungen der Haut: Pickelchen, Hautschuppen, verkrustete und/oder nässende
Stellen, auch Fellausfall und ähnliches ist möglich. Der Tierarzt wird bei
einer Hautprobe unter dem Mikroskop feststellen, ob es sich um Milbenbefall
handelt und welche Milbenart es ist. Dann kann das entsprechende Mittel Abhilfe
schaffen. Frettchen, die viel draußen sind, werden häufiger an Grasmilben
leiden. Diese sitzen gern an dünnen Hautstellen wie Gesicht, Ohren, Beinen und
Bauch und laben sich an dem Blut Deiner Lieblinge. Der Tierarzt wird Dir ein
Mittel mitgeben, mit dem Du die betroffenen Hautstellen betupfst und die Milben
sterben ab.

Bei Ohrmilben fallen Dir als erstes verdreckte Ohren auf. Im Normalfall wird eine
Reinigung der Ohren vollkommen ausreichen. Tritt jedoch dieser „Dreck“ immer
wieder auf und kratzt sich das Frettchen häufig die Ohren, ist ein Gang zum
Tierarzt unerlässlich, da nur dieser einen Befall eindeutig identifizieren
kann. In diesem Fall werden Dir Mittel mitgegeben, die in die Ohren geträufelt
werden. Das anschließende sanfte Einmassieren des Mittels ist nötig, damit das
Mittel auch die letzte Ecke des Gehörgangs erreichen kann. Manche Frettchen
genießen das.

 

 

Ranz trotz Kastration? 

Nebennierentumor

 

Wenn das Frettchen sich verhält, als sei es in der Ranz, ist Obacht geboten. Bei
einem Nebennierentumor werden trotz Kastration Geschlechtshormone produziert
und die Frettchen wollen sich fortpflanzen. Am besten gehst Du gleich zum
Tierarzt, bevor sich weitere Anzeichen einstellen, wie z.B. dass Dein Frettchen
das Fell am Rücken verliert. Ein Ultraschall kann Klarheit bringen. Die
Behandlung besteht darin, dass Hormone verabreicht werden, meist durch einen
Hormonchip.

 

 

Frettchen sind Fleischfresser!

Insulinom

 

Hierbei ist die Bauchspeicheldrüse durch viele kleine Krebsgeschwüre belastet, die
vermehrt Insulin produzieren und das Frettchen dadurch unterzuckern lassen. In
Folge dessen haben die Frettchen Probleme mit dem Gleichgewicht. Sie schwanken
öfters, die Hinterbeine knicken weg und sie sind nicht mehr so agil und
schlafen viel. Hinzu kommen Futterverweigerung, Gewichtsverlust, vermehrter
Speichelfluss und Reiben am Mäulchen. Später kommen Zittern und Krämpfe hinzu.
Das Frettchen muss so rasch wie möglich auf eine reine Fleischernährung
umgestellt werden, bei der auch darauf geachtet werden muss, dass so genannter
versteckter Zucker, wie er z.B. in Getreideprodukten vorhanden ist, vermieden
wird. Unter Umständen muss unser Frettchen dann auch auf die heiß geliebten
Naschereien verzichten (alternativ gibt es Trockenfleisch). Zusätzlich wird der
Tierarzt mit Cortison behandeln um die Insulinproduktion zu verringern.

 

 

Unwiderruflich…

Leber-und Nierenschäden

 

Schäden an diesen Organen sind nicht wieder gut zu machen! Man kann nur noch Schmerzen lindern und den Verlauf der Erkrankung verlangsamen. Der beste Schutz ist gutes, qualitativ hochwertiges Futter. Schlechtes und einseitiges Futter
belasten Leber und Nieren stark. Sollte dennoch Dein Frettchen daran erkranken,
empfehlen viele Tierärzte spezielles Diätfutter für Katzen, das jedoch durch
den hohen Getreideanteil auch nicht wirklich gut für Frettchen geeignet ist.

 

 

PochPoch

Herzerkrankungen

 

Hier musst du Deine Frettchen gut kennen: Atmet das Frettchen schlecht? Wird es
schnell müde, hustet es vermehrt, vor allem während des Schlafens, bzw. beim
Aufwachen? Braucht es mehr Ruhe als
normal? Schwankt es mit der Hinterhand, oder knickt es seitlich weg? Kann es
sein, dass es Wasser im Bauch hat (nicht zu verwechseln mit Winterspeck – der
Bauch kann bei Wassereinlagerungen seitlich `wegrutschen´ wenn das Frettchen
sich in Seitenlage befindet)? Hat das Frettchen noch Appetit, oder nimmt es ab?
All diese Symptome können auftreten, müssen jedoch nicht. Es gibt
verschiedene Formen von
Herzerkrankungen, manche sind angeboren, manche entstehen erst später (z.B.
durch Taurinmangel oder anderweitig schlechtes Futter), manche auch
altersbedingt. Die korrekte Diagnose kann nur ein Tierarzt stellen. Dann hat
Dein Frettchen eine gute Chance durch die passende Medikation richtig
eingestellt zu werden, um dann noch viele gute Jahre mit uns Dir verbringen.
Die genaue Diagnose ist hier genauso wichtig wie regelmäßige Kontrollen. Reines
Abhören ist nicht ausreichend, auch Röntgen ist zu wenig, am besten ist ein
Herzultraschall. Das Abhören des Herzens ist sehr schwierig, da Frettchen eine
hohe Schlagfrequenz haben und Unterschiede nur schwer auszumachen sind. Zudem
kann der Tierarzt hierbei höchstens feststellen, dass etwas nicht in
Ordnung ist, nicht aber was. Das Röntgen hingegen zeigt nur eine
Momentaufnahme des Herzens. Hierbei können Wassereinlagerungen und ein
vergrößertes Herz festgestellt werden, jedoch nur, wenn das Frettchen sehr
still hält und der Aufnahmewinkel stimmt. Der Herzultraschall zeigt dem
Tierarzt das Aussehen und die Struktur, den Blutfluss und die Bewegungen des
Herzens. Der Tierarzt kann hiermit eine sichere Diagnose erstellen und beurteilen,
ob ein zusätzliches EKG nötig ist. Auch beim Ultraschall kann eine Aufnahme
gemacht werden, die für spätere Vergleiche herangezogen werden kann, um die
Dosierung der Medikamente anzupassen.

Ein weiterer Vorteil: eine belastende Narkose ist nicht notwendig.

Wenn Dein Frettchen auf Medikamente für das Herz angewiesen ist, solltest Du darauf achten, dass Du die Medikamente regelmäßig, wenn möglich auch zur selben
Uhrzeit, verabreichst.

 

Hier ein sehr nützlicher Link :

 

http://www.frettchendoc.de/index.htm